Geschichte

Während das Ellernfest des Verkehrsvereins Rastede bereits ins 41. Jahr geht, ist die Idee der Ellernrede um zwei Jahre jünger. Sie kam im Jahr 1978 als ein weiteres besonderes Element zu den Ritualen Ellernprüfung und Frühschoppen hinzu und versteht sich als Vortrag, der im Jahresrückblick Ellernbezogenes und allgemein Politisches aus der Gemeinde kritisch beleuchtet.
Die Ellernrede gilt inzwischen als das kulturelle Ereignis, das in seiner Art einmalig ist, jedes Jahr aufs Neue die Gemüter bewegt und mit Spannung erwartet wird. Wer die Rede hält, bleibt allerdings bis zum Beginn des Vortrags ein streng gehütetes Geheimnis und sorgt schon Wochen vorher für spannendende Dialoge im Ort. Die Ellernredner haben es immer wieder verstanden, auf humorige Art den Ellernteich, Politiker und Verwaltung aufs Korn zu nehmen. Zimperlich sind sie dabei in der Regel nicht vorgegangen und viele dieser Reden haben auch Spuren hinterlassen. Aber dennoch, oder gerade deshalb, ist die Ellernrede, ob in plattdeutscher Sprache, oder in Hochdeutsch von besonderem Reiz. Dass die Ellernredner einmal ausgehen könnten, sei eher unwahrscheinlich, behaupten die Organisatoren des Ellernfests, da der Stoff, aus dem die Reden gewebt sind, ständig nachwachse. Zum Dank für seinen Beitrag erhält der Redner vom Bürgermeister der Gemeinde die Ellernmedaille überreicht, und das Ellernvolk dankt es dem mutigen Akteur mit viel Applaus, und einige der begeisterten Zuhörer mögen dabei vielleicht schon an den nächsten Redner denken und an den Moment, wenn es wieder heißt: „Liebe Anwesende, und Nichtanwesende!“…